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Auszählung auf Varroabefall der Brutwaben

 

 

Dieser Artikel wir in den nächsten Tagen frei geschaltet.

 

Brutwaben untersuchen auf Milbenbefall

Unser Zuchtweg

Unser Zuchtweg ist vor allem der Weg den Bruder Adam, der Vater der Buckfastbiene, uns gelehrt hat. Um es kurz zu sagen, der Zucht einer gesunden, wirtschaftlichen Biene. 

  • sanftmütige Bienen / geringes Verteidigungsverhalten gegen imkerliche Maßnahmen
  • hoher Honigertrag / Honigstapelung entfernt des Brutnestes
  • schwarmträge Bienenvölker / leichtes lenken des Schwarmtriebes durch wenige Maßnahmen
  • gesunde Bienenvölker / varroaresistente Bienen

Unser Zuchtweg 

Vermehrung von Bienenvölkern / Bienenköniginnen mit den besten Eigenschaften in den Bewertungen der einzelnen Bewertungskriterien. Eine ausführliche Dokumentation findet ihr unter diesem Link.
Um die Leistungen einer Zuchtmutter zu beurteilen, werden eine große Anzahl von Königinnen von dieser Zuchtmutter erzeugt. Es sollen mindestens 20 - 30 Königinnen sein.
Die besten dieser Königinnen werden auf Krankheitsanfälligkeit bzw. Anzeichen der Bekämpfung der Varroamilbe untersucht.
Besonders gut eignet sich dazu der Nadeltest / Hygienetest (Pintest).

Unser Zuchtweg in der Varroa - Resistenzzucht

Geschwistergruppen im Bienenvolk bei mehreren Drohnen

  • Varroaresistenzzucht ist ohne die instrumentelle Begattung von Bienenköniginnen nur schwer möglich. Warum?
    Eine Königin, die im freien Flug begattet wird, wird von 15 bis 20 Drohnen begattet. Das führt dazu, dass viele Halbgeschwistergruppen im Bienenvolk vorhanden sind (16x2 Chromosomen der Königin x Anzahl der Drohnen = Minimum 620 Nachzuchtköniginnen).

  • Wie viele Bienen sind notwendig, um eine bestimmte Eigenschaft im Volk zu sehen?

  • Resistenzeigenschaften werden additiv und weitgehend rezessiv vererbt. Deshalb müssen beide Elternteile diese aufweisen, damit sie bei den Nachkommen zur Ausprägung kommen können.

  • Bei der instrumentellen Begattung ist der Drohn zu 100 % bekannt und stammt aus vorselektierten Zuchtmaterial. (Auf Varroaresistenz getesteten Völkern).

  • Hat ein Drohn die Varroaresistenzeigenschaft, tritt die Eigenschaft möglicherweise im Volk auf, auch wenn nur ein Teil der Arbeiterinnen die Genetik besitzt.

  • Aber ist dieser Drohn auch der Vater der Nachzuchtkönigin? Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 20:1 bei gleichmäßiger Verteilung der Spermien aus der Spermatheka. Es ist eine extrem hohe Anzahl an Nachzuchtköniginnen notwendig, um die gewünschte Eigenschaft zu erhalten. Möglich ist es aber auch, dass diese überhaupt nicht in Erscheinung tritt.

  • Zur Vorauswahl werden Schwestern gleicher Anpaarung nach Hygieneverhalten und Varroabefall selektiert und die besten (Leistungsbeurteilung + Varroaresistenz) dieser Gruppe kommen als Zuchtmütter für die Resistenzzucht in Betracht.

Die besseren Möglichkeiten zum langen Zuchtweg von natürlich begatteten Königinnen

Die MDI-besamte Königin

Geschwistergruppen im Bienenvolk bei mehreren Drohnen

  • Verringerung der Beteiligten Drohnen. Es wird das Sperma von 3 bis 5 Drohnen benutzt

  • deutliche Verringerung der Notwendigen Nachzuchten (3:1, 5:1)
    (16x2 Chromosomen der Königin x Anzahl der Drohnen = 96 bis 320 Nachzuchtköniginnen).

  • MDI-Königinnen sind langlebiger als SDI-Königinnen.

  • Nachzucht von Töchtern auch im Folgejahr noch möglich.

  • einjähriger Einsatz in Wirtschaftsvölkern möglich

  • Leistungsprüfung und Varroaresistenzprüfung in einer Generation.

  • immer noch großer Aufwand beim Untersuchen der Bienenbrut in den Völkern.

 

 

 

Die SDI-besamte Königin

 nur eine Geschwistergruppe im Bienenvolk bei SDI-Besammung

Ein SDI-Bienenvolk setzt sich nur aus Vollgeschwistern zusammen, deshalb ist

Phänotyp = Genotyp

  • Das was ich sehe entspricht der Genetik der Arbeiterinnen.
  • Die genetische Ähnlichkeit zwischen den weiblichen Nachkommen beträgt durchschnittlich 75 %

  • Jede Tochter der Königin hat nicht nur genau den selben Vater, sondern genau das selbe väterliche Erbgut.

  • Da Drohnen haploid sind, sind alle Spermien eines Drohns zu 100 % identisch (in haploide Zellen ist jedes Chromosom nur einmal Vorhanden)

  • Die feststellbaren Eigenschaften des Volkes stimmen mit den genetischen Eigenschaften überein, kein Merkmal wird durch Halbgeschwistergruppen verdeckt oder ausgeglichen.

  • Die genetische Vielfalt eines normalen Bienenvolkes ist bei jeder voll angepaarten Nachzuchtkönigin wieder vorhanden. Eine Einschränkung der Genetik im Volk trifft nur für das SDI-Volk zu.

Beurteilung Verhalten der Bienenvölker

Sanftmut der Honigbienen

Mit Recht gilt die Buckfastbiene, auf die viele unsere Züchtung aufbaut, als die sanftmütigste Biene überhaupt.  Das andere Extrem findet man in Kreuzungen von iberischen oder südfranzösischen Bienen mit der Carnica. Ob afrikanisierte südamerikanische Bienen noch stechlustiger sind, sei dahingestellt.

Sanftmut der Honigbienen erleichtert die Arbeit des Imkers an den Bienenvölkern. Es stellt sich die Frage, ob es sich hier nicht (zum Teil jedenfalls) einfach um einen Verlust an demjenigen Eigenschaftskomplex handelt, der die Wehrhaftigkeit des Bienenvolkes darstellt, ein Verlust der somit auch andere Bereiche betreffen könnte.  Aus diesem Blickwinkel stellt sich natürlich die Frage, ob extreme Sanftmut der Honigbienen vereinbar ist mit der Abwehr von Parasiten, z.B. der Varroamilben. Aber auch die Abwehr von Honigräubern und Bruträubern, Wespen und Hornissen könnte reduziert werden. Zumindest gibt es eine Reihe von Beobachtungen, welche darauf hinweisen, dass extreme Sanftmut einhergeht mit völlig passivem Verhalten den Varroamilben und räubenden Insekten gegenüber. Die Frage ist noch vollständig ungeklärt.

Innerhalb der letzten Jahre wurde daher das Zuchtziel dahingehend korrigiert, dass statt extremer Sanftmut zu allen Jahreszeiten eine passable Sanftmut und Toleranz gegenüber den imkerlichen Arbeiten, welche eine schnelle Bearbeitung zulässt, dem Zuchtziel entspricht oder diesem sehr nahekommt. Verfolgungswut, wie sie unsere urtümliche Rassengruppe Apis mellifera mellifera in ganz Westeuropa zeigt oder etwa wie sie bei orientalischen Rassen zu finden ist, wird dagegen nicht toleriert.

Erwähnt werden muss auch die Tatsache, dass die Sanftmut großen jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen ist und die Abwehrreaktionen eines Bienenvolkes gegenüber Störungen temperaturabhängig sind. Im Frühjahr während der Rapstracht (Spritzzeit??) verhalten sich alle Bienenvölker wehrhaftiger als im Hochsommer, genauso bei kühlen Temperaturen am frühen Morgen sowie bei einbrechender Dunkelheit am Abend.  Da die Eigenschaft Sanftmut sehr offensichtlich ist, ist das Zuchtziel denn auch entsprechend einfach zu erkennen, zu erreichen und zu halten.

Bewertung der Sanftmut der HonigbienenBewertung der Sanftmut

Bewertungsmöglichkeiten gibt es das ganze Jahr über genug. Erste Bewertungen werden auch hier in kritischen Phasen, während der Rapstracht vorgenommen.  Diese können später im Jahr korrigiert werden.  Für Unruhe auf den Waben während der Bearbeitung des Volkes gib es Abzüge, genauso bei nervösem Auffliegen von Bienen während der Bearbeitung, und natürlich für Stechlust. Kann ein Volk während der Rapstracht ohne Schleier zügig bearbeitet werden, verdient es eine sehr gute Bewertung.

Werden Völker am frühen Morgen oder generell bei kühler Witterung durchgearbeitet, muss diesem Umstand bei der Beurteilung Rechnung getragen werden. Das im Bild auf Santmut untersuchte Bienenvolk zeigt wie ausgeprägt dieses Zuchtziehl bereits ist.

Zuchtziel Sanftmut der Honigbienen

Schnelle Bearbeitung der Völker zu allen Jahreszeiten, ohne Verfolgungswut der Bienen. Im Sommer bei bienengenehmer Witterung muss dabei auf jegliche Schutzkleidung verzichtet werden können. Die Gabe von Rauch sollte nur in Ausnahmefällen notwendig sein.

Aktueller Stand Sanftmut

Das Zuchtziel ist bei den meisten Buckfastvölkern erreicht, zum Teil überschritten. Des weiteren erwarten wir von standbegatteten Nachzuchten unserer Stammeszuchtmütter, dass diese unabhängig dem Drohnenmaterial der Umgebung, friedfertige Völker hervorbringen. Die Erbfestigkeit dieser Eigenschaft ist in nur wenigen Generationen der Nachzuchten zu erreichen.

Wabenstetigkeit

Erläuterungen

In Carnicazuchtverbänden wird die Wabenstetigkeit gesondert bewertet. Die Eigenart verschiedener Bienenherkünfte, die Waben während der Bearbeitung zu verlassen, sich an Beute, Futterkränze oder Wabenschenkeln aufzuhängen behindert die Bearbeitung der Völker.  Die Suche einer Königin z. B. kann sich dann als fast unmöglich erweisen.  Verschiedene Kreuzungen, besonders Carnica Bienen mit Mellifera, zeigen derartiges Verhalten. Reine Anatolier Herkünfte, sowie die reinen meda Bienen waren bei uns auch sehr wabenflüchtig. In Kreuzung mit der Buckfast verschwand diese Eigenart beider Rassen bereits in der F2 fast vollständig.  Da die Sanftmut und die Wabenruhe der Buckfast sich offensichtlich sehr leicht in Kreuzungen herauszüchten lassen, fließt die Wabenstetigkeit bei uns in die Bewertung der Sanftmut der Honigbienen mit ein.

Verlassen die Bienen bei einer außerhalb der Beute abgestellten Wabe während der Bearbeitung die Brut, kommt es im Frühjahr oft zur Verkühlung gewisser Brutstadien, auf denen sich durch diesen „Streßfaktor“ in der Folge dann Brutkrankheiten zeigen können.

Zuchtziel Wabenstetigkeit

Fester Wabensitz geht oft einher mit regelrechtem Festkleben der Bienen an den Waben.  Ein Abstoßen der Bienen ist dann fast unmöglich. Ersteres (Wabenstetigkeit) ist erwünscht, das zweite (Festkleben) aber weniger. Hat man die Wahl, dann lohnt es sich hier zu unterscheiden.

Aktueller Stand Wabenstetigkeit

Das Zuchtziel Wabenstetigkeit ist bei Buckfastreinzuchten erreicht und kein Thema.  Wabenstetigkeit und Sanftmut vererben sich zudem bei Buckfasthochzuchten derart dominant, daß man den von Dr. Mauz et al. festgestellten positiven Einfluß auf die allgemeine Landbiene anderer Rassen hervorheben sollte.  Wie unter 3) erwarten wir von standbegatteten Nachzuchten unserer Stammeszuchtmütter, dass diese unabhängig dem Drohnenmaterial der Umgebung, wabenstete Völker hervorbringen.

Schwarmverhalten

Neben dem Ertrag ist wohl keine andere Verhaltenseigenschaft von Jahr zu Jahr derart verschieden, wie das Schwarmverhalten.  Die Ausprägung dieses Naturtriebes, der eine große Erblichkeit aufweist, ist abhängig von der witterungsbedingten Frühjahrsentwicklung, der Volksstärke, den örtlichen Trachtangebot, der Betriebsweise und vielem mehr.  Die Schwarmlust eines Bienenvolkes umfasst aber nicht quantitativ erfassbare Merkmale, wie hin und wieder dargestellt wird.  Man kann also nicht einfach die Zahl der angesetzten Weiselzellen in einer bestimmten Saison als Parameter hinstellen.  Vielmehr geht es um die Gesamtverfassung des Bienenvolkes, wenn Schwarmstimmung aufgetreten ist.  Schwarmlustige Völker setzen rein zahlenmäßig oft nur wenige Zellen an, 10 oder 15, verfallen damit aber gleichzeitig in den Schwarmdusel.  Während dieser Lethargiephase stellt das Bienenvolk bekanntlich nahezu sämtliche Aktivitäten wie Nektarsammeln, Brutpflege, Bautätigkeit etc. ein.  Solche Völker sind eigentlich nur durch die Wegnahme der Königin (Zwischenableger, Entweiselung usw.) vom Schwärmen abzuhalten.  Abgesehen vom Arbeitsaufwand verpassen sie die Frühtracht, bei Folgetrachten ist dann in der Regel nicht mehr die nötige Volksstärke zur Erzielung guter Ergebnisse vorhanden.

Schwarmträge Völker ziehen während der Schwarmzeit des öfteren auch Weiselzellen an, arbeiten aber normal weiter.  Durch Kontrollen und Ausreißen dieser wird dem Schwarmtrieb entgegengewirkt.  Meistens sind bei aufgetretener Schwarmstimmung nicht mehr als 2 Kontrollgänge notwendig um einen schwarmträgen Bienenstamm von der Volksteilung abzuhalten.  Grundsätzlich noch folgende Hinweise :

  • Heterosis sowie übermäßige Vitalität der Einzelbiene gehen oft einher mit erhöhtem Schwarmtrieb, aber eben nicht immer.
  • Bei Inzucht kommt der Schwarmtrieb oft ganz zum Erliegen.  Handelt es sich um schwarmlustiges Material, ist er sofort in der F1 bei Auskreuzung wieder vorhanden.
  • Offensichtlich sind fruchtbare Bienenvölker leichter zu lenken, wahrscheinlich weil sie ein flexibleres Brutpflegepotential besitzen, und daher weniger schnell an die Grenzen ihrer biologischen Möglichkeiten stoßen.
  • Der Beginn einer noch so geringen Waldtracht setzt jeder Schwarmstimmung, durch den Pollenmangel, ein jähes Ende (was in der Bewertung sehr oft zu Fehlinterpretationen führt!).

Bewertung Schwarmverhalten

Völker ohne oder mit unwesentlichen Schwarmanzeichen kann man nur gut und sehr gut benoten.  Richtig differenzieren gelingt aber nur in Jahren mit erhöhtem Schwarmtrieb, weil dann alle Varianten und Stufen deutlich in Erscheinung treten.  In Jahren mit wenig oder kaum Schwarmtrieb werden Völker, welche dennoch deutliche Tendenzen über längeren Zeitraum zeigen deklassiert.  Damit scheiden sie aus der Zucht aus.  Oft und wie bei keiner anderen Eigenschaft muss man zwischen den verschiedenen Ständen unterscheiden, also zuerst die Gesamtsituation des Standes und eventuell der Region erfassen, um dann Schlüsse für das Einzelvolk zu ziehen.

Zuchtziel Schwarmverhalten

Der Vermehrungstrieb (Schwarmtrieb bei der Biene) ist ein Urtrieb jedes Lebewesen.  Diesen abzustellen wäre unnatürlich.  Das Zuchtziel besteht in einer leichten Lenkbarkeit des Schwarmtriebes ohne notwendige Schröpfung und Umgruppierungen des Brutnestes.  Schwarmdusel darf in den Völkern dabei nicht auftreten.

Aktueller Stand Schwarmverhalten

Das Zuchtziel ist bei unseren Reinzuchten im hohem Maß erreicht. Schwärme gehören bei der Buckfastbiene zu den Ausnahmen. Es scheint so als wenn diese Bienen die Vermehrung in die Hand des Imkers gegeben hätten. Kreuzungen bedürfen aber stets strengerer Schwarmkontrollen (Heterosis).

Fruchtbarkeit

Erläuterungen zur Fruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit, die sich auf die aufgezogene Brutmenge bezieht, entspringt der Wechselwirkung der Eiablagefähigkeit der Königin und der Brütbereitschaft der Ammenbienen.  Sie stellt einen indirekten Leistungsparameter für das Bienenvolk dar denn sie bestimmt weitgehend, und zwar zusammen mit der Vitalität und Langlebigkeit der Einzelbiene, die erzielte Volksstärke.  Starke Völker tragen tendenziell mehr Honig ein, sind auch ansonsten pflegeleichter (weil Streßtunempfindlich) und bieten dem Imker mehr Möglichkeiten in der Völkerführung.  Ultrafruchtbarkeit bedeutet sehr oft Kurzlebigkeit der Einzelbiene, aber nicht immer (Bruder Adam).  Unklar beantwortet ist derzeit die Frage, ob sehr fruchtbare Völker mit Varroamilben zurechtkommen können da eben der gesamte Brutumsatz, auf den sich die Varroamilben bei ihrer Vermehrung stützen, in solchen Völkern erhöht ist.  Dies zeigt sich in einem tatsächlich höheren Befall starker Völker.  Aber diese vertragen auch sehr viel mehr Milben als schwache Völker, und besitzen zudem ein besseren Regenerationsvermögen.  Wichtiger scheint daher die Brutdauer eines Volkes zu sein (wichtig: möglichst ausgedehnte Brutpause Herbst/Winter).

Bewertung Fruchtbarkeit

Bewertet werden muss sowohl die Anzahl der Brutwaben wie auch die Ausdehnung der Brutflächen auf der Wabe selbst. Höchstbenotung bekommen Völker, bei welchen die Brutausdehnung im Mai/Juni 9 bis 10 Dadant Waben erreicht, und deren Brutnest nur unwesentlich durch Honigablagerungen in dieser Zeit eingeengt ist.  Letzteres ist natürlich trachtabhängig.  Zudemf ließt die Aufrechterhaltung des Brutmaximums in die Bewertung mit ein. Im Juli erfolgen daher oft Korrekturen der im Mai/Juni erhobenen Werte.

Zuchtziel Fruchtbarkeit

Das Zuchtziel besteht in einem Kompromiss zwischen ausreichender Fruchtbarkeit und einer Reihe anderer Faktoren, welche den Entwicklungsablauf des Bienenvolkes sowie die Leistung desselben bestimmen und mit der Fruchtbarkeit in Wechselwirkung stehen. So z. B. Langlebigkeit der Einzelbiene, Brutrhythmus, Varroatoleranz.  Fruchtbare Völker sind in der Regel leichter zu lenken und zu führen, sie bieten dem Imker dazu bessere Möglichkeiten und sind ertragreicher. Allerdings darf die Fruchtbarkeit der Königin darin enden das alles was von draußen kommt sofort in Brut umgewandelt wird. Solche "Fleischvölker" benötigen eine Züchterischen Bearbeitung.

Aktueller Stand Zuchtziel Fruchtbarkeit

Die Buckfast gilt als ausgesprochen fruchtbar. In dieser Hinsicht wird sie übertroffen von der amerikanischen Ligustica (welche aber sehr kurzlebig ist) sowie von einigen Kreuzungen. Da die Zusammenhänge der Fruchtbarkeit und dem Varroabefall unklar sind, bleiben auch die Perspektiven offen.

Beurteilung Vitalität der Bienenvölker

Vitalität Bienen

Obwohl man aus genetischer Sicht unterscheiden muss zwischen Krankheitsbefall, Lebensschwäche, Lang- oder Kurzlebigkeit der Einzelbienen des jeweiligen Volkes, sind beide Eigenschaften in der Praxis selbstverständlich in hohem Masse gekoppelt. Lebens schwache Bienen haben oft auch Krankheitsprobleme während der kritischen Frühlingsphase, wo der Übergang vom Wintervolk zum Sommervolk erfolgt.  Ganz anders die Anfälligkeit gegenüber Viren.  Akute und schleichende Viren können Bienenvölker gerade auch während der Vollentwicklung im Hochsommer befallen.  Man erkennt dies in einem plötzlichen Schwund der Volksstärke, gewöhnlich nach der Frühtracht oder während einer Waldtracht (z.B. Schwarzsucht durch Pollenmangel).  Aus irgendwelchen unbekannten Gründen fördert die Waldtracht den Virenbefall, dies ganz besonders während der Phase der höchsten Brutausdehnung.  Die Intensität der Brutpflege lässt beim Einsetzen einer Massen-Tracht nach, das Bienenvolk stellt dann in größerem Umfang Bienen von anderen Arbeiten frei, für die Tracht Nutzung.

Eine neue Dimension findet der Virenbefall auch im Zusammenhang mit der Varroatose.  Wir wissen heute, dass unbehandelte Bienenvölker nicht oder kaum an den direkten Schäden der Varroamilben zugrunde gehen, sondern vielmehr an Sekundärinfektionen, in der Hauptsache viralen Erkrankungen. Befallen werden Brut wie auch die erwachsenen Bienen. Durch das Anstechen der Brut und der erwachsenen Bienen können Viren direkt in den Körper eindringen und müssen nicht mehr den Weg über das Verdauungssystem machen.

Bewertung Vitalität Bienen

Bewertet wird das Verhältnis der Bienenpopulation zur aufgezogenen Brutmenge, ist gleich die Langlebigkeit der Einzelbiene. Berücksichtigt wird dabei der Bienenabgang nach einer intensiven Trachtnutzung sowie das Regenerationsvermögen des Bienenvolkes in der Zeit nach dieser Trachtphase. Zeigen sich unter normalen Verhältnissen irgendwelche sichtbaren Krankheitsanzeichen, wird das Volk sofort deklassiert.  Jahres- und Standortbedingt muß man bezüglich viraler Erkrankungen differenziert vorgehen (Standort, Waldtracht ja - nein).  Zeigen sich im Spätsommer/Herbst Varroaschäden bei normalem Varroabefall, wird die Sommerbewertung korrigiert.

Zuchtziel Vitalität Bienen

Das Zuchtziel ist klar: starke, ertragreiche und vitale Völker ohne Krankheitsanzeichen der Brut und der erwachsenen Biene oder Königin.

Dem Zuchtziel sehr nahe sind wir bezüglich aller erwähnten Faktorenkrankheiten im Frühjahr (z.B. Nosema, Kalkbrut).  Winterverluste durch multifaktorielle Einflüsse sind ein ernst  zu nehmendes Thema. Verbesserungswürdig ist in erster Linie die Resistenz gegenüber Viren im Hochsommer, besonders im Hinblick auf die Varroatose spielen hier der Flügeldeformationsvirus und der akute Paralysevirus eine entscheidende Rolle. Aber auch generell langlebigere Bienen wären/sind ein lohnendes Zuchtziel.  Hier sind Bedenken unter Schwarmverhalten mit einzubeziehen (Wechselwirkungen).

Vitalität Brut

In der Regel bedeutet eine geschlossene Brutnestanlage gesunde und vitale Brut. Kranke Brutzellen werden von den Bienen entfernt.  Dadurch entstehen Brutlücken.  Im Vordergrund aller sichtbaren Brutkrankheiten steht die Kalkbrut und Steinbrut, ein Pilzbefall, der sofort durch die weißen Mumien im Bodenbrett und am Flugloch ersichtlich wird.  Auch Sackbrut (Virus) tritt gelegentlich auf.  Die Ausgangssituation ist vergleichbar wie unter Vitalität der Bienen.  So gibt es beispielsweise kaum ein Bienenvolk, in dem man unter extremsten Bedingungen (z. B. während der Frühjahrsentwicklung bei Kälterückschlägen im April, oder bei anderen Streßfaktoren) nicht einzelne Kalkbrutmumien finden könnte.

Brutlücken entstehen aber nicht nur durch Brutkrankheit, sondern genauso bei Inzucht, durch gleiche Sexallele sowie durch schwer definierbare Letalfaktoren (Absterben der Eier einer Königin, je älter die Königin, umso häufiger). Da beides unter Praxisbedingungen kaum voneinander zu unterscheiden ist, können nur sichtbare Brutfehler in die Bewertung einfließen.

Ein Problem stellt sich bezüglich Varroatose: eines der sinnvollsten Auslesekriterien besteht im Ausräumverhalten der befallenen Brutzellen.  Auch dadurch wird das Brutbild löcherig.  Man muß folglich den Varroabefall bei der Brut-Beurteilung in Betracht ziehen, ganz besonders zu fortgeschrittener Jahreszeit. Der Varroabefall erreicht seinen Höhepunkt im August / September, wo die Brutflächen der Bienenvölker kleiner werden. Der allmähliche Rückgang der Bruttätigkeit beginnt mit der Sommersonnenwende.

Bewertung Vitalität Brut

Die Bewertung der Brut und Brutnestanlage erfolgt im Frühjahr bis Sommer, in Phasen der höchsten Brutausdehnung.  Die Höchstnote kann nur vergeben werden, wenn auch während kritischer Phasen keinerlei Brutkrankheiten sichtbar sind. Punkte Abzug erfolgt sofort, wenn bei normal guten Wetter- und Trachtperioden deutliche Brutdefekte sichtbar sind.  Bei Reinzucht und Inzucht finden sich gelegentlich Brutnestbereiche, wo die entwickelte schlüpfreife Brut nicht schlüpffähig ist.  Auch hier erfolgt ein Abzug.  Im Hochsommer, bei steigendem Varroadruck ist die Beurteilung aus oben erwähnten Gründen schwierig.

Zuchtziel Vitalität Brut

Keine sichtbaren Anzeichen von Brutkrankheit.  Ausräumen der Zellen bei Schädlingsbefall (Varroa, hohe Bruthyg.).

Aktueller Stand Vitalität Brut

Die Buckfastbiene überbrückt Brutdefekte aller Art durch die großen Volksstärken. Innerhalb der vergangenen Jahre haben wir eine deutliche Verbesserung in der Kalkbrutanfälligkeit und Varroaresistenz erzielt, ohne Anspruch auf Perfektion. Heute befinden sich unsere Buckfastzuchten auf dem gleich hohen Stand wie namhafte Herkünfte anderer Bienenzucht Rassen (Unterarten).

SMR / VSH Resistenzzucht

SMR / VSH im Verein Varroaresistenzzucht

  1. Die Grundlagen der SMR / VSH Toleranzzucht
  2. SMR / VSH Zucht in Sachsen 2018
  3. SMR / VSH Zucht in Sachsen 2019
  4. SMR / VSH Zucht in Sachsen 2020
  5. SMR / VSH Zucht in Sachsen 2021
  6. SMR / VSH Zucht in Sachsen 2022

Bruder Adam sagte in seinem Vortrag in Hannover am 29.03.1953 zu den Themen: Bruder Adam im Kloster Buckfast

Zuchtwege

„Es gibt verschiedene Zuchtmethoden oder Zuchtwege. Die Frage nach dem richtigen oder besten Weg in der Zucht findet ihre Entscheidung in dem angestrebten Zuchtziel. Die hauptsächlichen Zuchtmethoden, entsprechend den Zuchtzielen. Sind: Reinzucht oder auch Linienzucht, Kreuzungs- oder Kombinationszucht, überdies Mutationszucht. Allerdings eine Mutationszucht, wie im Fall etlicher Nutztiere und Pflanzen, kommt nach meinem Wissen bei der Biene kaum in Frage. Man spricht auch von einer Auslese- oder Selektionszucht. Aber Auslese oder Selektion — was ja ein und dasselbe bedeutet — ist die Wünschelrute, die jeden Erfolg im Züchten erschließt, und die in jeder Zuchtmethode angewandt werden muss. Man kann keine Reinzucht, Linienzucht, Kreuzungszucht, noch auch Mutationszucht mit Erfolg betreiben ohne Selektion. Ohne ein Sichten, Auslesen, gibt es keine Zucht.“

Kombinationszucht

„Meine Kreuzungsversuche haben den Beweis erbracht, dass revolutionäre Neuzuchten von überragendem wirtschaftlichen Wert verwirklicht werden können, und dass ein Zeitpunkt kommen wird, in welchem die Kombinationszucht einen maßgebenden Einfluss auf die Imkerei ausüben wird. Es ist allerdings eine Zuchtweise, die in der Hauptsache nur für Imkervereine oder wissenschaftliche Institute ausführbar ist, jedoch eine Tätigkeit von größter wirtschaftlicher Bedeutung.“

 

SMR / VSH im Landesverband Sachsen, Varroaresistenzzucht


Ende der 90er Jahre beobachteten die amerikanischen Forscher John Harbo und Jeffrey Harris Völker, bei denen sich die in Arbeiterbrut eingedrungenen Varroamilben nur eingeschränkt vermehrten. Durch gezielte Selektion konnten sie diese Erscheinung in einer kleinen Versuchspopulation erheblich steigern und Völker auslesen, in denen die Milbenpopulation nachhaltig unter der Schadschwelle verharrt. Erst später entdeckt man, dass die gestörte Milbenreproduktion ursächlich auf ein sehr effektives Hygieneverhalten zurückzuführen ist, bei dem entsprechend veranlagte Bienen varroabefallene Zellen öffnen und teilweise ausräumen.

Dadurch verringert sich im Laufe der Puppenphase die Befallsrate und die bis zum Schlupfzeitpunkt in der Brut verbleibenden Milben haben oftmals überhaupt keine oder aber verspätet angelegte Nachkommen. Man bezeichnet dieses Verhalten heute üblicherweise als varroasensitive Hygiene oder kurz VSH.

Inzwischen gibt es mehrere Beispiele resistenter Bienenpopulationen, die durch dieses Merkmal gekennzeichnet sind.

Varroamilben durch Zucht dezimieren – Welche Völker kommen in Frage ?


Ein gutes VSH-Verhalten drückt sich unmittelbar in einer geringeren Varroavermehrung aus. Insofern sind alle Völker von besonderem Interesse, die im Vergleich zu anderen einen relativ niedrigen Varroabefall aufweisen. Wer vor dem Einsatz von Medikamenten den Befall der Völker durch Bodeneinlagen oder Bienenproben kontrolliert, wird solche Völker in seinem Bestand erkennen.

Wertvolle Hinweise geben weiterhin Messungen zur allgemeinen Bruthygiene durch den sogenannten Nadeltest oder die Reaktion der Bienen auf gefriergetötete Brut. Leider können diese einfachen Routinetests eine genauere Brutuntersuchung nicht ersetzen, aber eine hohe Ausräumaktivität in diesen Tests erhöht die Wahrscheinlichkeit, bei den entsprechenden Völkern
VSH-Eigenschaften zu finden.
Für die Weiterverwendung in einem VSH-Zuchtprogramm ist es sehr hilfreich, wenn die Abstammung und Anpaarung der Königin sowie die allgemeinen Verhaltens- und Leistungseigenschaften des Volkes bekannt sind. Besonderes Augenmerk sollte daher auf alle Völker gelegt werden, die eine reguläre Leistungsprüfung durchlaufen.

Taktik / Strategie bei der Selektion auf SMR / VSH

SDI – Single Drone Insemination

  • Verwendung von Eindrohnbesamung (=SDI) aus „Verdachtslinien“, um hohe SMR / VSH resistente Bestände in qualitativ hochwertigen Buckfast Populationen zu finden. Ca. 10% der Königinnen besitzen die Erforderlichen Erbanlagen.
  • Benutzung von Vorselektiertem Drohnenmaterial.
  • Testen der in Mini Plus Einheiten untergebrachten SDI-Königinnen (Auszählen)
  • Nachzuchten F1’s so schnell wie möglich als Drohnenlieferanten mit hoher VSH Wahrscheinlichkeit für das nächste Zuchtjahr.
  • Wenn möglich, testen (Milbenbefall) dieser Kolonien vor dem Gebrauch, um diejenigen zu finden, die die höchste Wahrscheinlichkeit für eine hohe VSH haben.

Zeitlicher Ablauf SDI und Test (Auszählen)

  • Tag 1 Umlarven der Königinnen
  • Tag 12 Schlupf der Königinnen
  • Tag 19/20 SDI Instrumentelle Begattung der Königinnen
  • Tag 29/30 Eiablage Prüfen
  • Tag 60 / 63 Infizieren der Einheiten mit 150 Milben
  • Tag 73 / 75 Test auf SMR / VSH durch auszählen
  • Tag 74 / 76 Umlarven von den besten SDI-Königinnen
  • Tag 86 / 88 Transport auf VSH Belegstelle
  • Tag 93 MDI Instrumentelle Begattung der Königinnen

SMR / VSH Selktion – 2018

Im Jahr 2018 konnten wir vorselektiertes Drohnenmaterial, von Buckfast Bayern erhalten. Drohnen der

B147(LS)16 = .16 - ivq.B14(RHO)13 ins B74(KK)14 :

Mit den Drohnen dieser Abstammung wurden von uns 64 Königinnen als SDI begattet. Die zur Auszählung gelangten, davon 11 Einheiten bei denen wir hochprozentige VSH Werte gefunden haben. Von den Königinnen B300(DSU)18sdi und M307(DSU)18sdi konnten wir, Katrin Weißbach und Dietmar Uhlemann, 30 Königinnen nachziehen und in Leynhörn zur Anpaarung aufstellen. Von diesen Königinnen sind 22 In Eiablage gegangen und standen als Drohnenmaterial und Nachzuchten 2019 zur Verfügung.

Auf der Belegstelle Leynhörn standen Drohnen von Stefan Luff:

B114(LS)17sdi = .17 - B35(LS)15 sdi B14(RHO)13 :

SMR / VSH – Resistenzzucht 2019

Projekt SMR-Selektion

Im Jahr 2019 stand die Aristastiftung zur Zusammenarbeit nicht mehr zur Verfügung. Aber die Weiterführung der VSH Projekte wird auf eine neue Stufe gehoben durch den Start des Vorhabens:

„Selektion und Verbreitung varroaresistenter Honigbienen durch Einbeziehung des Merkmals „Suppressed Mite Reproduktion“ (SMR) in laufende Zuchtprogramme“

Kurztitel SMR – Selektion

beteiligte Partner:

  • Deutscher Imkerbund e.V.
  • Arbeitsgemeinschaft Tolleranzzucht e.V.
  • Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker e.V.
  • Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen – Bieneninstitut Kirchhain
  • Länderinstitut für Bienenkunde Hohen-Neuendorf

Zur Durchführung dieses Projektes wurden von den beteiligten Partnern umfangreiche Fördermittel beantragt. Die Bestätigung der Fördermittel durch das Bundeslandwirtschaftsministerium wurde für Projektbeginn März 2019 bestätigt. Die Verteilung der Mittel für dieses Projekt wird durch das Bieneninstitut Kirchhain vorgenommen. Zahlungen für die Züchtergruppen Buckfast erfolgen an die GdeB zentral und wurden von da entsprechend der Teilnahme verteilt.

Projekt SMR / VSH-Selektion

  • BLE Projektantrag: SMR – Selektion
  • Projektpartner: DIB, AGT, GdeB, LLH Kirchhain & LIB Hohen-Neuendorf
  • Laufzeit: 03/2019 bis 02/2022
  • Maßnahmen: SMR/REC/VSH Screening interessanter Prüfvölker
  • SMR Selektionslinien mit SDI Königinnen in MiniPlus
  • Belegstellen mit SMR Drohnenvölkern (2022)
  • SMR Ursachenforschung und Prüfmethoden (LLH)
  • SMR/REC Zuchtwerte (LIB)

Zielstellung für den Landesverband Sachsen Varoaresistenzzucht 2019

    • Festigung und Bestätigung der bereits gefundenen VSH-Linien durch die Zucht von Königinnen mittels SDI und MDI
    • Finden von neuen Linien mittels SDI-Königinnen
  • Nachzucht von den SDI-Königinnen zur Erbgutsicherung und Aufbau eines Pools von Völkern mit SMR / VSH Eigenschaften.

Taktik / Strategie bei der Selektion auf SMR / VSH mittels MDI

MDI – Multi Drohn Insemination unterschiedlicher Linien

Im Gegensatz zu SDI Königinnen können MDI Königinnen längerfristig zur Nachzucht genutzt werden. Nach dem Konzept von Kirchhain werden Königinnen mit dem Sperma von 5 Drohnen der gleichen Königin begattet. Die Verpaarung der Zuchtlinien könnte 2019 in etwa dem Bild entsprechenden

Zeitlicher Ablauf für MDI und Test
    • Tag 1 Umlarven der Königinnen, mit den SDI
    • Tag 12 Schlupf der Königinnen
    • Tag 19/20 MDI Instrumentelle Begattung der Königinnen, gleichzeitig mit den SDI-Königinnen
    • Tag 29/30 Eiablage Prüfen
    • Tag 60/63 Infizieren der Einheiten mit 150 Milben
    • Tag 66/69 Infizieren mit 50 Milben
    • Tag 86/89 Test 1. auf SMR / VSH durch auszählen
    • Tag 86/90 Umlarven von den besten MDI-Königinnen
    • Tag 106/109 Test 2. auf SMR / VSH durch auszählen
    • Tag 126/129 Test 3. auf SMR / VSH durch auszählen
  • 2020 Nachzuchten aus den besten MDI Königinnen und Transport auf VSH-Belegstellen und / oder instrumentelle Besamung mit den Drohnen aus VSH-Material

Neue potenzielle Linien finden

Eindrohnbesamung 2019 mit „verdächtigen“ Buckfastlinien

ca. 10% aller Völker (Königinnen) sind Träger von SMR / VSH Eigenschaften.
Das Problem: viele der bereits gefundenen VSH-Linien sind eng miteinander verwandt.

B147Vt(LS) 1dr .16-B14Vt(ROH) inst B74Vt(KK)*
B114(LS)1dr= .17-B35(LS) ins B14Vt(ROH)**
B19(DSU) amm VSHmix17-02(LS) : 16-B14Vt(RHO) ins B71(SL)
M307 (DSU)1dr… 100%VSH = .18-M16(IMR) ins B147Vt(LS-87,5%)
B300(DSU)1dr...... 100%VSH = .18-GR99(IMR) ins B147Vt(LS-87,50%)

Da wir mit Drohnenmaterial von Bayern arbeiten, sind auch in unseren Linien stark die Erbanlagen der B14Vt(ROH) enthalten. Zudem tragen noch unserer in Leyhörn angepaarten Königinnen, das Erbgut der B114Vt(LS) – wieder Erbgut von der B14Vt(ROH).
Die Aufgabe für 2019 war das Finden von weiteren neuen, nicht mit den Königinnen der oben gezeigten Linien verwandten Herkünfte, die SMR / VSH zeigen könnten.

* Drohnen zur SDI-Begattung unserer Königinnen 2018
** Drohnen auf der Belegstelle Leyhörn, wo unsere VSH- Königinnen zu Begattung aufgestellte wurden.

Der Weg / Die Wissenschaftliche Aussage

Die Aussage der Wissenschaftler – ca. 10% aller Völker (Königinnen) sind Träger von SMR / VSH Eigenschaften. (Genotyp) Verwendung von frischen, qualitativ hochwertige Buckfastlinien, um sie mit anderen frischen, qualitativ hochwertigen Linien, oder etablierten VSH-Linien zu kreuzen. Die erste Option gibt die maximale Menge an frischem Genen. Die Zweite Option wird mehr Völker mit hohen VSH-Werten geben, aber 50% frische Gene haben.

Unsere Lösung:

Anpaarung von Königinnen verschiedener Buckfastherkünfte mit Drohnen, die bei der Auszählung auf Milbenbefall hohe VSH Werte gezeigt haben. Die SDI-Begattung mit anschließender Probennahme und Sicherung des Erbgutes durch schnelle Nachzuchten. Schneller Zuchtfortschritt durch zwei Generationen in einem Jahr.

Auszählen auf Milbenbefall


Die Ermittlung der VSH Eigenschaften wird durch Öffnen verdeckelter Brutzellen, 12 Tage nach Infizierung, ermittelt.

Dabei werden drei Testverfahren angewendet um die SMR / VSH Eigenschaften zu finden.

  • Ermittlung der vermehrungsfähigen Varroamilben im Stadium der dunklen Augen, mehrere Milben in Zelle
  • Ermittlung des Befalls mit Milben im Streckmaden und weiße Augen Stadium, kurz nach dem verdeckeln
  • Ermitteln des Befalles der Bienen mittels Auswaschen
  • Durch diese Testverfahren ergibt sich ein Befallsgefälle, wenn SMR / VSH Eigenschaften vorhanden sind

Wer kann mitmachen?

Wir benötigen Imker

  • Die ihre Zuchtlinien auf VSH testen wollen und Königinnen für die SDI-Begattung stellen
  • Imker, die Königinnen übernehmen und betreuen
  • Imker, die Milben (Völker) erstellen
  • Imker, die Königinnen instrumentell besamen
  • Imker, die Drohnen zur Besamung vorbereiten

Wir benötigen Mitarbeiter

  • Mitarbeiter, die bei Auszählen mithelfen
  • Mitarbeiter, die die Milben sieben und zur Infizierung vorbereiten

Sie wollen sich an unserem Projekt beteiligen? Bitte treten Sie mit uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. in Kontakt.

Alle Termine, die mit unserem VSH-Projekt in Verbindung stehen, können auf der Seite Termine und Veranstaltungen eingesehen werden.

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